NRW plant Anpassungen am Online-Casino-Gesetz: Entwurf erweitert Zuständigkeiten des Innenministeriums
Leon Foster · Jul 26, 2026

NRW plant Anpassungen am Online-Casino-Gesetz: Entwurf erweitert Zuständigkeiten des Innenministeriums

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des NRW-Online-Casino-Glücksspielgesetzes vorgelegt, der seit März 2022 in Kraft ist und den Glücksspielstaatsvertrag von 2021 umsetzt; dieser Entwurf sieht erweiterte regulatorische Befugnisse für das Innenministerium vor sowie neue Vorgaben für Dienstleister einschließlich Genehmigungspflichten und Regelungen zur Live-Übertragung von Dealer-Spielen aus landbasierten Casinos, während die Verpflichtungen weiterhin beim Lizenzinhaber verbleiben.
Hintergründe zum bestehenden Rechtsrahmen
Das OCG NRW bildet seit März 2022 die Grundlage für die Regulierung von Online-Casinos im Bundesland und setzt dabei den zwischen den Ländern vereinbarten Staatsvertrag um, der einheitliche Standards für Erlaubnisse und Überwachung schafft; der nun vorliegende Entwurf greift an mehreren Stellen in diese Struktur ein und passt sie an aktuelle Entwicklungen an, während die erste Lesung bereits im Mai 2026 stattfand.
Kernpunkte des Änderungsentwurfs
Zu den vorgeschlagenen Neuerungen gehören insbesondere die Ausweitung der Aufsichtsbefugnisse des Innenministeriums, die Einführung von Genehmigungspflichten für bestimmte Dienstleister sowie ausdrückliche Bestimmungen zur Live-Übertragung von Spielen mit Dealern aus stationären Casinos; gleichzeitig wird klargestellt, dass sämtliche gesetzlichen Pflichten beim jeweiligen Lizenznehmer verbleiben und nicht auf Dritte übertragen werden können.
Experten haben beobachtet, dass diese Klarstellungen vor allem in Bereichen wie der technischen Abwicklung und der Spielüberwachung für mehr Rechtssicherheit sorgen sollen, während gleichzeitig der Ausschreibungsprozess für bis zu fünf Konzessionen vorbereitet wird; die Empfehlung des zuständigen Ausschusses zur Verabschiedung mit Änderungen der Regierungsfraktionen erfolgte am 10. Juli 2026.

Ablauf des Gesetzgebungsverfahrens
Nach der ersten Lesung im Mai 2026 hat der Entwurf die Ausschussberatungen durchlaufen und liegt nun mit den ergänzenden Vorschlägen der Regierungskoalition vor; bei Annahme durch den Landtag kann der anschließende Lizenzierungs- und Ausschreibungsprozess für die maximal fünf Konzessionen zeitnah beginnen, wobei die erweiterten Kompetenzen des Innenministeriums bereits während der Übergangsphase zur Anwendung kommen sollen.
Beobachter haben festgestellt, dass die neuen Genehmigungsanforderungen für Dienstleister zusätzliche Hürden für technische und organisatorische Partner schaffen, während die Live-Streaming-Regelungen den landbasierten Casinos neue Möglichkeiten eröffnen, ihre Angebote digital zu erweitern; gleichzeitig bleibt die Haftung und Verantwortung eindeutig beim Konzessionsinhaber verankert.
Auswirkungen auf Anbieter und Markt
Die geplanten Änderungen betreffen vor allem die Struktur der Erlaubnisverfahren und die Überwachung von Dienstleistern, die künftig eigene Genehmigungen benötigen, wenn sie für Lizenznehmer tätig werden; dies betrifft sowohl technische Plattformbetreiber als auch Anbieter von Live-Übertragungen, während die Verpflichtungen aus dem OCG NRW weiterhin ausschließlich beim Inhaber der Konzession liegen.
Studien und Berichte zu vergleichbaren Regulierungsansätzen in anderen Regionen zeigen, dass solche Klarstellungen oft zu einer Stabilisierung des Marktes beitragen, indem sie Zuständigkeiten präzise definieren und gleichzeitig den Zugang für qualifizierte Anbieter ermöglichen; im Fall Nordrhein-Westfalens wird der Entwurf daher als Vorbereitung auf die anstehende Konzessionsvergabe gesehen.
Aktuelle Analysen zur Gesetzeslage deuten darauf hin, dass der Prozess nach Verabschiedung rasch in die Ausschreibungsphase übergehen kann, wobei bis zu fünf Konzessionen vergeben werden sollen.
Weitere regulatorische Aspekte
Neben den erweiterten Befugnissen des Innenministeriums enthält der Entwurf auch detaillierte Vorgaben zur technischen Umsetzung von Live-Streaming aus stationären Einrichtungen, die den Spielerschutz und die Aufsicht erleichtern sollen; gleichzeitig werden bestehende Pflichten aus dem Glücksspielstaatsvertrag von 2021 unverändert fortgeführt und lediglich präzisiert.
Die Empfehlung des Ausschusses vom 10. Juli 2026 sieht zudem kleinere Anpassungen vor, die vor allem redaktioneller und verfahrensrechtlicher Natur sind, ohne die Kerninhalte des Entwurfs grundlegend zu verändern; damit ist der Weg für eine baldige Verabschiedung frei, die den Startschuss für die Konzessionsvergabe geben würde.
Fazit
Der Gesetzentwurf zur Änderung des OCG NRW schafft mit erweiterten Kompetenzen für das Innenministerium, neuen Genehmigungsregeln für Dienstleister und Bestimmungen zum Live-Streaming aus landbasierten Casinos eine aktualisierte Grundlage für die kommende Lizenzvergabe; nach der Ausschussempfehlung vom 10. Juli 2026 kann das Verfahren für bis zu fünf Konzessionen unmittelbar nach Inkrafttreten beginnen, wobei alle Verpflichtungen beim Lizenznehmer verbleiben.